zeit mit mir alleine

Zeit mit dir selbst verbringen. Kennst du den Unterschied zum einsam sein? Es gibt viele Menschen, die ständig auf Achse sind, und das immer mit anderen Menschen zusammen. Und ist man doch einmal für ein paar Minuten ohne andere, stellen Smartphones, mobiles Internet und Co. sicher, dass wir kommunizieren oder das Leben anderer auf den sozailen Netzwerken verfolgen. In der Bahn, im Café während wir auf unsere Freundin warten, kurz vor dem Einschlafen im Bett.

Wann hast du zuletzt freiwillig Zeit mit dir selbst verbracht? Dir intensiv und bewusst Zeit für dich selbst genommen, um deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper, deinen Geist und deine Seele zu richten? Um Interessen nachzugehen, die dir gut tun und dich inspirieren?

Wie ich zu mir selbst gereist bin

Bei mir war es Ende August wieder einmal so weit. Ich habe das Land verlassen. Da ich diesmal das starke Bedürfnis hatte, tief in mich zu gehen und mich zurückzuziehen, hat Sabbatical Compass gleich mit Urlaub gemacht. Das heisst, ich habe mich für einige Tage abgeschottet von der digitalen Welt, keine Kommentare oder E-Mails gelesen oder beantwortet.

Meinen Laptop hatte ich nicht einmal mit und mein Smartphone habe ich lediglich für etwaige Notfälle und den Kontakt zu den beiden mir wichtigsten Menschen sowie als Wecker benutzt. Mobiles Internet habe ich ohnehin keines, da ich es nicht brauche und in den meisten Fällen krankhaft finde, auch noch unterwegs online sein zu müssen. Obwohl ich ohnehin nicht zu den unzähligen Smartphone Zombies zähle, die sich von diesem Gerät beherrschen lassen, ihm regelrecht verfallen sind, und alle fünf Minuten darauf starren müssen, hat mir der komplette Rückzug gut getan. Keine Eilmeldungen, die mich ablenken, jedoch wenig Einfluss auf mein Leben haben. Keine unnötige Kommunikation, kein food porn, keine unwichtigen E-Mails.

Was ich genau gemacht habe

Ich bin nach Andalusien gereist, was für mich ein Herzensort ist. Ein Ort, der mich seit nunmehr vielen Jahren in seinen Bann gezogen hat und den ich schon einige Male besucht habe. Dieses Mal jedoch hatte ich eine Intention: Ich wollte mal wieder für längere Zeit mit mir alleine sein.

Obwohl es Menschen um mich herum gab, habe ich die meiste Zeit alleine verbracht und die Zeit mit mir selbst in vollen Zügen genossen. Ich habe die wunderbare Erfahrung gemacht, zwei Mal täglich intensiv Yoga zu praktizieren. Ich war alleine Wandern und bin dabei wie vergangenen Monat in Skandinavien in einen absoluten Flow Zustand gekommen. Ich habe gelesen oder einfach nur in einer lauschigen Ecke im tropischen Garten gesessen und geatmet. Ich habe Tage am Strand verbracht, war im Meer baden und habe den Wellen gelauscht – und mich keine Minute einsam gefüht.

Die für mich wichtigste Erkenntnis: Ich bin unabhängig und frei und mir selbst genug.

Wie du lernst, gerne mit dir allein zu sein und warum dir das so gut tut

zeit für dich

Zeit mit dir selbst: Ziehe dich regelmäßig aus der digitalen Welt zurück

Wir leben in einer Zeit, in der der Mensch es per se verlernt hat, sich selbst genug zu sein. In den sozialen Netzwerken wird zeitgleich veröffentlicht, wo wir mit wem sind und was wir machen. Damit alle Welt sieht, dass wir existieren, dass wir Freunde haben und das unser Leben so unfassbar spannend ist.

Hier jedoch ist die traurige Wahrheit:

Keine Sau interessiert sich für die Bilder, die du in Thailand gemacht hast. Was hast du bei deiner Reise gelernt, wie hast du dich gefühlt und was hat deine Erfahrung mit dir gemacht? Darauf kommt es an. Nicht auf die palmengesäumten Strände und die 30 Sekunden, die du mit dem Einheimischen interagiert hast, um ein schönes Urlaubsfoto mit nach Hause zu bringen und den vermeintlichen Grad der Individualität deiner Reise unter Beweis zu stellen.

Niemand interessiert sich für deinen Low-Carb Burger, für dein veganes Thai-Curry oder deinen Smoothie.

Die Welt braucht alles andere als noch ein Bild von dir, auf dem du dir selbst mit Photoshop deine Individualität genommen hast und dich passgenau für die gesellschaftlich vorgegebene Schablone gemacht hast. Wer steckt hinter diesem Bild? Was gibt es, dass keine Kamera dieser Welt festhalten kann und dich so einzigartig macht? Darauf kommt es an.

Soziale Netzwerke sind der Porno der Neuzeit.

Wenn du dir regelmäßig internet- und smartphonefreie Zeiten einräumst, minimierst du Einflüsse, die dich vom wahren Leben und deinen ganz eigenen Bedürfnissen und Gefühlen ablenken.

Warum virtuell Partybilder von Paulina, Kambodschastories von Kevin und Food Pornographie von Felix verfolgen statt deine eigenen Interessen, Gefühle und Bedürfnisse zu leben?

Zeit mit dir selbst: Gehe in die Natur und lebe hier und jetzt

alleine reisen

Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit sich selbst Zeit in der Natur zu verbringen. Egal, ob du im Wald wandern gehst, im Meer badest, deinen Fokus auf Vogelgezwitscher und Grillenkonzerte legst oder stundenlang in den Sternenhimmel schaust. Allein in der Natur verfällst du automatisch in eine Art Meditation, und du schaust weder zurück noch nach vorn. Du bist mit allen deinen Sinnen und deiner ganzen Aufmerksamkeit hier und jetzt.

Tendierst auch du dazu, mit deinen Gedanken in der Zukunft zu sein, in der du all das hast und bist, was dir zum jetzigen Zeitpunkt zu einem glücklichen Leben fehlt? Oder bist du eher der Typ, der an Vergangenem festhält und sich dem jetzigen Augenblick nicht öffnen kann?

Manchmal kommt es mir vor, als sei das ganze Leben für viele Menschen die Generalprobe für die Aufführung eines Theaterstücks, die niemals stattfinden wird. Die Realität aber ist, dass das Leben in diesem Moment die einzige Aufführung ist. Es gibt keinen Vorlauf, keine Proben und keine Premiere. Alleine in der Natur wird dir das bewusst.

Staune über die Schönheit dieses Planeten und über die Wunder der Natur, lass dein Smartphone zu Hause, und deine Gedanken werden glasklar und dein Geist frei.

Zeit mit dir selbst: Verabrede dich regelmäßig – mit dir selbst

zeit mit dir selbst

Wenn Zeit mit dir selbst neu für dich ist, fange klein an. Nimm dir täglich 20 Minuten, die nur dir gehören. Suche dir eine Tätigkeit aus, bei der du eine Verbindung zu dir selbst herstellst. Strickst du gerne? Liest du gerne? Bevorzugst du Meditation? Oder tut es dir gut, zu schreiben? Ganz gleich, was es ist. Verabrede dich mit dir selbst und lege eine Uhrzeit fest, die du auch einhälst. Sei streng mit dir selbst, wenn du dir einredest, dass du die Wäsche noch falten, die Spülmaschine ausräumen oder deine Freundin zurückrufen musst. All diese Tätigkeiten können immer 20 Minuten warten.

Du solltest dir zudem einen festen Tag oder Abend pro Woche festlegen, an dem du mit dir selbst verabredet bist. Widme dich Aktivitäten, die deine Kreativität anregen und dich glücklich machen. Gehe alleine Sushi essen, ins Schwimmbad oder schaue dir einen interessanten Film im Kino oder eine inspirierende Ausstellung im Museum an. Du bist wichtig und es absolut wert.

Es mag anfangs eine Barriere für dich darstellen, alleine auszugehen. Doch mit der Zeit wirst du merken, wie du dich selbst besser kennen lernst, wenn du dich Herausforderungen stellst, die dir Angst machen. Du kommst auf diese Weise deinen wirklichen Träumen und Wünschen wieder näher. Du wirst das befreiende Gefühl der Unabhängikeit von anderen lieben. Deine Gedanken und Bedürfnisse werden klarer. Es wird dir leichter fallen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.


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Warum du lernen solltest, gerne Zeit mit dir selbst zu verbringen

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